Fördervoraussetzungen

 

Rechtliche Grundlage der Förderung ist die Richtlinie vom 19. Dezember 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie  zur Förderung von außerschulischen Maßnahmen, insbesondere der kulturellen Bildung,  für Kinder und Jugendliche  im Rahmen von Bündnissen für Bildung

Die verbindliche  Grundlage für die Förderung sind  sowohl die Vorgaben der oben genannten Förderrichtlinie als auch die zwei Formatvorgaben des Deutschen Museumsbundes.

Zu beachten ist:

  • Das lokale Projekt muss neu und zusätzlich sein. Bereits bestehende Projekte können nicht finanziert werden.
  • Projekte, für die anderweitig bereits öffentliche Fördermittel zur Verfügung stehen, z. B. auf Grundlage des Achten Buches Sozialgesetzbuch, sind von der Förderung ausgenommen.
  • Mit der Umsetzung der lokalen Projekte wurde noch nicht begonnen. Das Projekt startet nach dem Abschluss des privatrechtlichen Zuwendungsvertrages und dem dort festgelegten Projektbeginn.
  • Es können nur Ausgaben gefördert werden, die im Bewilligungszeitraum entstanden sind. Förderfähig sind  nur Ausgaben,  die aufgrund der  Durchführung des Projektes zusätzlich entstehen (projektbezogener Mehraufwand) und die gemäß der Förderrichtlinie als zuwendungsfähig gelten.

Zielgruppe


Ziel aller Projekte ist es, bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche  zwischen 5 und 18 Jahren, die von Hause aus bisher  nur wenig Zugang zu Museen haben, für Museen zu begeistern. Die Teilnahme weiterer Kinder und Jugendliche ist grundsätzlich möglich, sofern dies der Zielerreichung dient.

Kriterien

 

Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren für Kultur  zu begeistern,  ihnen  Gestaltungsmög lichkeiten zu bieten sowie  ihr Interesse für kulturelle und damit gesellschaftliche Teilhabe zu wecken, ist Ziel der Formate  des Deutschen Museumsbundes und jedes lokalen Projektes.

Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die in einem wenig fördernden Umfeld mit sozialen, finanziellen und bildungsbezogenen Risikolagen aufwachsen. Ebenso gilt dies für Teilnehmende mit besonderem Förderbedarf oder mit einem Wohnsitz im ländlichen Raum. Nicht zuletzt betrifft es diejenigen, die Museen bisher nicht als Teil ihrer eigenen Kultur kennengelernt  haben. Das Ziel der Förderung lässt grundsätzlich auch die Teilnahme weiterer Kinder und  Jugendlicher zu, sofern dies der Zielerreichung dient. Mehrheitlich sollen durch die Förderung jedoch Kinder und Jugendliche gemäß der Förderrichtlinie erreicht werden.

Gemäß der Förderrichtlinie ist der Sozialraum ein wichtiges Kriterium, um das Erreichen der oben anvisierten Zielgruppe  sicher zu stellen. Bei der Konzeption und Durchführung der Projekte sind die lokalen Gegebenheiten (z.B. Sozialstruktur, Infrastruktur, weitere aktive Akteure) zu berücksichtigen. Im Antrag sind diese zu benennen und die geeigneten Zugangswege zum Erreichen der angestrebten Zielgruppe darzustellen. Einzelnachweise von Kindern und Jugendlichen werden nicht erwartet.

Lokales Bündnis


Die Projekte werden von „Bündnissen für Bildung“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um Kooperationen von mindestens 3 Partnern. Antragsteller und Gesamtverantwortlicher ist das Museum. 

Kriterien

 

Die Projekte werden von Bündnissen für Bildung mittels lokaler Kooperationen durchgeführt. Ein Bündnis besteht aus mindestens drei Partnern, mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten und strukturellen Ressourcen. Bündnispartner  können nur Institutionen sein, Einzelpersonen können grundsätzlich nicht als Bündnispartner auftreten.

Der federführende Bündnispartner – Antragsteller – ist ein Museum oder eine museumsnahe Institution, z. B. Museumsdienst, Museumskooperation, Kunst- und Ausstellungshalle, Science Center oder Archiv. Nur der antragstellende Bündnispartner erhält als Letztzuwendungsempfänger (LZE) die Fördermittel und ist gesamtverantwortlich für die Administration und Organisation des Vorhabens.

Bei den beiden weiteren Bündnispartnern handelt es sich um sozialräumliche Einrichtungen, Kultur und Bildungsorganisationen, die über einschlägige, möglichst langjährige Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in den beschriebenen Risikolagen verfügen. Dies können z. B. Jugendclubs, Medienwerkstätten, Quartiersmanagements, Jugendkunstschulen, Diakonische Werke, Familienzentren oder interkulturelle Vereine sein.

Schulen können ebenfalls Partner im Bündnis für Bildung werden, jedoch müssen die Projekte außerunterrichtlich und auf freiwilliger Basis durchgeführt werden.

Die geplante Zusammenarbeit der Bündnispartner wird in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung gemäß der Vorlage dargelegt und ist Bestandteil des Antrags.

Verbandsexterne museale Einrichtungen werden zu Antragstellung aufgefordert. Die Mitgliedschaft im Deutschen Museumsbund ist nicht Voraussetzung für die Antragstellung im Rahmen dieses Programms.

Hier zu einem Muster für Kooperationsvereinbarungen mit zwei oder drei Bündnispartnern

Außerschulisch


Projekte können grundsätzlich nur außerunterrichtlich, d.h. auf Freiwilligenebene und außerhalb der Unterrichtszeit durchgeführt werden. Verpflichtende Veranstaltungen eines Klassenverbandes oder Projekttage von Schulen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Kriterien

 

Lokale  Projekte im Rahmen dieser Ausschreibung zielen auf die außerschulische kulturelle Bildung ab. Es gelten die Vorgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 19.12.2016: Die verwendeten Begriffe (z. B.„außerunterrichtlich“,„Curriculum“, „Stundentafel“) sind landesrechtlich unterschiedlich definiert. Deshalb sind die hier verwendeten Begriffe dem Sinne nach anzuwenden. Für Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen gilt:

1.  Veranstalter der Projekte und Zuwendungsempfänger auf lokaler Ebene ist ein außerschulischer Träger des lokalen Bündnisses, der die Projekte verantwortlich plant und durchführt. Dies ist der Fall, wenn alle im Folgenden genannten Kriterien erfüllt sind:

  • Der außerschulische Träger ist Antragsteller der Projekte und erhält und verwaltet die Mittel.
  • Er übernimmt die Organisation.
  • Der Träger ist dem eingesetzten Personal gegenüber weisungsbefugt, vereinbart mit den Honorar kräften die Aufgaben und koordiniert die Ehrenamtlichen.
  • Er übernimmt die Aufsichtspflicht für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
  • Er legt Inhalte, Ziele, Ablauf und Methoden der Projekte fest.

2.  Das Projekt ist als zusätzliches, außerunterrichtliches Angebot konzipiert, wenn folgende Kriterien sämtlich erfüllt sind:

  • Das Projekt ist weder Bestandteil der (vom jeweiligen Land) festgelegten Stundentafel des Regelunterrichts noch Bestandteil des (vom jeweiligen Land) finanzierten Ganztagsschulbetriebs.
  • Es ist nicht im Kerncurriculum bzw. Lehrplan des jeweiligen Landes vorgeschrieben. Die Teilnahme am Projekt fließt nicht in die Notengebung ein.
  • Die Schüler*innen (bzw. ihre Erziehungsberechtigten) können sich jederzeit frei für oder gegen die Teilnahme an dem konkreten Angebot entscheiden.
  • Das Projekt ist neu und zusätzlich, d.h.es existiert ein dieser Form vor der Förderung nicht.

3.  Projekte im Rahmen des offenen oder gebundenen bzw. verlässlichen Ganztagsschulbetriebs können gefördert werden, soweit sie alle oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

4.  Projekttage und Projektwochen von Schulen oder Teilen der Schulen,  wie einzelnen Klassen oder Jahrgängen, sind von einer Förderung ausgeschlossen.

5.  Die erforderlichen Kooperationsvereinbarungen mit den beteiligten Schulen beinhalten eine Beschreibung des geplanten lokalen Projektes und Angaben zur o.g. Aufgabenteilung.

 

Weltkulturen Museum Frankfurt

„Man sollte nie unterschätzen, was Kreativität mit einem macht“.

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Museum Biberach

„Was auffallend war, war die Begeisterung und intensive Auseinandersetzung der Peers sowie der Angehörigen mit dem Actionbound und den damit verbundenen Inhalten des Museums.“

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Deutsches SPIELEmuseum Chemnitz

„Das Medium Film ist ein hervorragendes Instrument, Wissen, Kompetenzen und Fähigkeiten zu fördern und zu stärken“.

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